Ein Rollator für die Wohnung

Der Rollator als Gehhilfe soll möglichst stabil und belastbar sein und daneben noch einen  Sitz haben, falls die Füße müde werden und keine andere Sitzgelegenheit in der Nähe ist. Dabei muß er leicht sein und faltbar, um ihn in die Wohnung tragen zu können, und eine möglichst große Tasche oder einen Korb haben, in den kleinere Einläufe oder eine Verpflegung für unterwegs mitgeführt werden können.

Einen Rollator, der alle diese Eigenschaft für jeden erdenklichen Anwender aufweisen kann, wird es mit Sicherheit nicht geben. Ganz andere Anforderungen werden dagegen an eine Gehhilfe gestellt, die hauptsächlich in der eigenen Wohnung benutzt wird.

In der Wohnung mit dem Rollator

Hier kommt es auf ein  einige andere Sachen an, deshalb kann ein Rollator für die Straße sogar völlig ungeeignet in der Wohnung sein. In Innenräumen ist meistens nicht sehr viel Platz auf den Wegen, die täglich mehrmals zurückgelegt werden, deshalb muß die Gehhilfe möglichst schmal sein. Wichtig ist auch, daß er sehr wendig ist: günstigenfalls sollte er fast auf der Stelle gewendet werden können.

Das spricht natürlich auch hier für ein möglichst geringes Gewicht, was aber problemlos möglich ist, da er die Tragfähigkeit eines Outdoor – Rollators nicht braucht. Ein Einkaufskorb kann zwar dran sein, meistens reicht aber ein stabile Tablett. Denn es sollen ja keine Einkäufe und auch keine Verpflegung transportiert werden, sondern höchstens der Teller mit dem Frühstück oder dem Mittagessen und evenbtuell eine Tasse Kaffee. Ist zwar auch Verpflegung, aber eben nur in kleinem Rahmen.

Meiner Meinung nach sind die größten Unterschiede aber bei den Rädern. Während sie draußen möglichst groß sein sollten, weil sie dann einen besseren Geradeauslauf haben und nicht an jeder Unebenheit steckenbleiben, sind in der Wohnung kleine Räder besser. Dabei sollten sich die Vorderräder um ihre eigene Achse drehen können: So ist der Rollator am leichtesten zu lenken. Wenn der Rollator faltbar ist, kann er auch in der Wohnung besser abgestellt werden. Zu beachten ist aber, daß sich viele Menschen, die diese Gehhilfe auch in der Wohnung benutzen, fast nie ohne Rollator bewegen und diesen deshalb auch eher selten zusammenklappen.

Die Ausstattung eines Wohnungsrollators

Was braucht man an einem Rollator für die Wohnung, was eher nicht? Ich sagte schon, Tablett oder Korb sollte sein, wenn hin und wieder Gegenstände transportiert werden müssen. Einstellbare Handgriffe sind immer vorhanden und auch notwendig, denn auch in der Wohnung sollte die Höhe der Griffe den Bedürfnissen des Nutzers angepaßt werden können. Das ist allerdings von Hause aus bei fast allen Rollatoren so, ebenso verfügen sie auch über eine Bremse.

Rollator mit 3 Räder

Dreiradrollator für die Wohnung

Eine Beleuchtung ist natürlich nicht notwendig, eine Ankipphilfe eher auch nicht. Und ein Sitz? Braucht man den bei einem Rollator für die Wohnung?

Die Meiningen dazu gehen auseinander: der eine sagt:“Natürlich nicht, in der Wohnung gibt es genügend Sitzgelegenheiten, und auch auf den Balkon kann man einen Stuhl stellen und sich darauf setzen.“.

Das stimmt! Deshalb nutzen viele Senioren in der Wohnung einen Rollator mit nur drei Rädern: Die sind besonders wendig, haben aber selten einen Sitz oder anderes Zubehör. Allerdings sind sie durch die hintere Achse mit den zwei Rädern wesentlich breiter als Rollatoren mit 4 Räder.

Und es gibt auch Gründe, sogar in der Wohnung einen Rollator mit Sitz zu nutzen. Das kann in einer kleinen Küche sein, wenn man zum Essen machen keinen Stuhl mehr hinein bekommt. Eine weitere Notwendigkeit kann im Badezimmer sein: Es gibt viele ältere Menschen, die ihre Körperpflege noch möglichst selbst bewerkstelligen. Weil die Badewanne ein unüberwindbares Hindernis geworden ist, bevorzugen sie eine ebenerdige Duschkabine. Und hier ist es so, daß sie eben nicht solange stehen können, wie sie Duschen möchten. Also wird der Rollator mit Sitz (natürlich alles wasserfest, kein Stoffsitz) mit in die Dusche genommen und eben sitzend geduscht.