Wer seine Gehhilfe in der Wohnung nutzt, der wird oftmals erleben, dass ein komfortabler und gut ausgestatteter Rollator sich als sehr unpraktisch erweisen wird. Hier ist ein schmales Modell die beste Alternative und wer sich einen Wohnungsrollator zulegt, der wird nun bestens durch jeden Türrahmen kommen und die Bewegung in der Wohnung wird dank der schmalen Form besonders leicht gelingen.

Aber nicht nur in der Wohnung kann nun Bewegungsfreiheit herrschen, denn schmaleres Modell kann in dieser Variante auch dazu beitragen, dass sich der Nutzer auch draußen besser bewegen kann. Gerade die Nutzung eines Aufzugs kann jetzt besser gelingen, vor allem wenn es sich beim Aufzug um ein Modell handelt, dass nur mit einem schmalen Eingang versehen wurde.

Mit dieser schmalen Gehhilfe kann der Nutzer besser in den Aufzug eintreten, aber auch das Wenden im Aufzug ist jetzt besser möglich. Gerade im Getümmel der Großstadt bietet der schmale Rollator beim Shopping enorme Vorteile, wenn wieder im Kaufhaus nur schmale Durchgänge vorhanden sind. Der Rollator schmal ist auch die beste Alternative, wenn der Nutzer gerne mit dem Zug oder mit dem Bus fahren will. Hier kann nicht nur der Eintritt durch schmale Türen gut gemeistert werden, auch der Durchgang durch die schmalen Gänge lässt sich mit dem Rollator schmal viel besser meistern. Und muss sich der Nutzer von diesen Gehhilfen im Zug oder Bus drehen und wenden, dann ist dieser Rollator immer das beste Modell, weil es einen kleinen Wendekreis hat und nur wenig Platz zum Drehen und Wenden braucht.

Die Räder am Rollator

Schmaler Rollator mit kleinen Rädern

Nicht überall sind die kleinen Räder am Rollator geeignet

Nun wäre es schön, wenn solch ein schmaler Rollator bestens für alle Gelegenheiten benutzt werden kann. Dem ist aber leider nicht immer so, denn die Anforderungen in der Wohnung unterscheiden sich doch ganz schön von denen in der Wohnung. Das sieht man am besten an den Rädern.

In der Wohnung sollten diese möglichst klein sein, um besser auf engen Stellen rangieren zu können. Draußen auf der Straße ist damit aber oft nur ein erschwertes Fortkommen möglich, da die kleinen und schmalen Räder in jeder Rille steckenbleiben. Klar, im Einkaufszentrum und Supermarkt gibt es keine Probleme, hier ist der Boden ja immer glatt. Aber schon ein sandiger Parkplatz setzt der Freude schnell ein Ende.

Die anderen Details am schmalen Rollator

Wer genau weiß, wohin er sich außerhalb der Wohnung begibt, der kann mit seinem schmalen Rollator natürlich bestens zurechtkommen. Er läßt sich leicht in einen Kofferraum legen, und wenn der Parkplatz eben ist, kann man damit auch gut einkaufen gehen.

Für andere Gelegenheiten, etwa längere Spaziergänge in einer unbekannten Gegend, würde ich ihn aber nicht empfehlen. Nicht nur der kleinen schmalen Räder wegen: Ein schmaler Rollator hat auch nicht ganz die Standfestigkeit wie einer, der extra für draußen angefertigt wurde. Die schmalen neigen schnell zum Kippeln, man sollte auf jeden Fall noch einigermaßen gut zu Fuß sein und keine Probleme mit den Gleichgewicht haben, wenn man solchen auch außerhalb der Wohnung nutzen möchte.

Und dann ist da die Sache mit dem Sitz. Schmaler Rollator = schmaler Sitz. Viele Rollatoren für die Wohnung haben auch überhaupt keine Sitzmöglichkeit, da diese dort nicht gebraucht wird. Unterwegs sollte man aber schon diese Möglichkeit haben. Doch auf einen eventuell vorhandenen Sitz paßt nicht jeder, die Sitzfläche zwischen den Rohren ist doch oft sehr schmal. Da haben etwas korpulentere Personen schon Probleme mit den Standardmodellen und müssen deshalb oft auf die breiten, aber auch teuren XXL – Modelle ausweichen.

Ein schmaler Rollator ist also draußen immer ein Kompromiß. Nur wer genau weiß, daß er sich damit nur kurzzeitig auf einem völlig ebenen Boden bewegt, wird damit klarkommen.

Der Rollator wird wohl, so denken die meisten, eher außerhalb der Wohnung genutzt: Zum Einkaufen, zum Arztbesuch oder einfach nur zum Spazieren gehen. Dabei sollte er nicht zu schwer sein, Möglichkeiten zum Transportieren von Gegenständen besitzen und möglichst noch mit einem sitz ausgestattet sein, damit man sich unterwegs einmal eine Pause gönnen kann. Da der Weg nicht immer eben ist, sollte der Rollator für draußen möglichst stabil und verwindungssteif sein, große Räder haben und möglichst auch eine Ankipphilfe, um besser über Hindernisse wie zum Beispiel Bordsteinkanten zu kommen.

Der Indoor Rollator – genau das Gegenteil

Allerdings nutzen viele Menschen den Rollator auch in der eigenen Wohnung, um sich zwischen verschiedenen Räumen zu bewegen. Und hier sind die Anforderungen genau gegensätzlich:

  • In Innenräumen muß der Rollator möglichst schmal sein. Grundsätzlich paßt zwar jedes Modell durch fast alle Zimmertüren, aber schon bei der Kehrtwende ist nicht viel Platz vorhanden: Da spielt ein schmaler und möglich auch leichter Rollator seine Vorteile aus
  • Die Räder sollten eher klein sein: Große Hindernisse gilt es ja nicht zu überwinden, aber für den möglichst geringen Wendekreis benötigt, man eben möglichst kleine Räder
  • Der Indoor Rollator darf auch nicht zu schwer sein, damit er zum Beispiel auch auf Teppichboden noch gut zu manövrieren ist

Dadurch kann die Sicherheit auch in Wohnungen besser gewährleistet werden und Stürze, die für jeden älteren Menschen mit Recht ein Grauen sind, werden vermieden. Solch einen Rollator für die Wohnung kann man auch besser im Auto unterbringen, falls man selbst unterwegs ist oder sich zum Arzt fahren läßt. Die großen Gehhilfen für draußen passen manchmal nicht in den Kofferraum eines Kleinwagens, ein Stubenrollator aber fast immer.

Der Indoor Rollator sollte nach Möglichkeit auch zum Zusammenfalten sein, wenn er nicht permanent den ganzen Tag gebraucht wird. Sonst steht er nur herum und besetzt Platz, aber eigentlich ist das heute kein Thema mehr: Fast alle angebotenen Rollatoren sind inzwischen faltbar.

Indoor Rollator Ausstattung

Was ist bei einem Rollator für die Wohnung notwendig? Sicherlich keine Beleuchtungsanlage oder Reflektoren. Aber Bremsen muß er auf alle Fälle haben (hat er auch), und ein Tablett oder einen Korb zum Transportieren von Sachen, zum Beispiel Essen oder Kaffee von der Küche zum Wohnzimmer, ist von Vorteil. Wobei ich dabei den Korb besser finde als das Tablett: Auf letzterem kann man zwar etwas abstellen, wenn man den Rollator d´neben den Sessel stellt, aber fahren würde ich nicht damit mit einer heißen Tasse Kaffee darauf.

Braucht der Indoor Rollator einen Sitz? Da scheiden sich die Geister. Der eine sagt: „Ja, wenn ich damit auf den Balkon fahre und sitzen möchte„, ein  anderer ist der Meinung, daß man ja in der Wohnung genügend Sitzgelegenheiten hat und deshalb beim Rollator darauf verzichten kann.

Ich habe die Erfahrung gemacht: Es ist doch so, daß sich in der Wohnung kaum jemand auf seinen Rollator setzt. Auch auf dem Balkon nicht. Also braucht ein Wohnungsrollator keinen Sitz!

Oder?

Nun ja, es gibt tatsächlich Menschen, die den Rollator als Duschhocker nutzen. Bis zur Duschkabine wird dann der Weg mit der Gehhilfe zurückgelegt, und dann, wenn die Dusche groß genug ist, wird im Sitzen auf dem Rollator geduscht. Das ist möglich, in diesem Fall sollten Sie aber darauf achten, daß alle Metallteile rostfrei sein und  auch der Sitz nicht gerade aus gepolstertem Material besteht.

Und auch hier ist es wieder ein Vorteil, daß der Indoor Rollator möglichst schmal ist. Denn wirklich breit sind die meisten Türen an der Duschkabine nicht.

Der Rollator als Gehhilfe soll möglichst stabil und belastbar sein und daneben noch einen  Sitz haben, falls die Füße müde werden und keine andere Sitzgelegenheit in der Nähe ist. Dabei muß er leicht sein und faltbar, um ihn in die Wohnung tragen zu können, und eine möglichst große Tasche oder einen Korb haben, in den kleinere Einläufe oder eine Verpflegung für unterwegs mitgeführt werden können.

Einen Rollator, der alle diese Eigenschaft für jeden erdenklichen Anwender aufweisen kann, wird es mit Sicherheit nicht geben. Ganz andere Anforderungen werden dagegen an eine Gehhilfe gestellt, die hauptsächlich in der eigenen Wohnung benutzt wird.

In der Wohnung mit dem Rollator

Hier kommt es auf ein  einige andere Sachen an, deshalb kann ein Rollator für die Straße sogar völlig ungeeignet in der Wohnung sein. In Innenräumen ist meistens nicht sehr viel Platz auf den Wegen, die täglich mehrmals zurückgelegt werden, deshalb muß die Gehhilfe möglichst schmal sein. Wichtig ist auch, daß er sehr wendig ist: günstigenfalls sollte er fast auf der Stelle gewendet werden können.

Das spricht natürlich auch hier für ein möglichst geringes Gewicht, was aber problemlos möglich ist, da er die Tragfähigkeit eines Outdoor – Rollators nicht braucht. Ein Einkaufskorb kann zwar dran sein, meistens reicht aber ein stabile Tablett. Denn es sollen ja keine Einkäufe und auch keine Verpflegung transportiert werden, sondern höchstens der Teller mit dem Frühstück oder dem Mittagessen und evenbtuell eine Tasse Kaffee. Ist zwar auch Verpflegung, aber eben nur in kleinem Rahmen.

Meiner Meinung nach sind die größten Unterschiede aber bei den Rädern. Während sie draußen möglichst groß sein sollten, weil sie dann einen besseren Geradeauslauf haben und nicht an jeder Unebenheit steckenbleiben, sind in der Wohnung kleine Räder besser. Dabei sollten sich die Vorderräder um ihre eigene Achse drehen können: So ist der Rollator am leichtesten zu lenken. Wenn der Rollator faltbar ist, kann er auch in der Wohnung besser abgestellt werden. Zu beachten ist aber, daß sich viele Menschen, die diese Gehhilfe auch in der Wohnung benutzen, fast nie ohne Rollator bewegen und diesen deshalb auch eher selten zusammenklappen.

Die Ausstattung eines Wohnungsrollators

Was braucht man an einem Rollator für die Wohnung, was eher nicht? Ich sagte schon, Tablett oder Korb sollte sein, wenn hin und wieder Gegenstände transportiert werden müssen. Einstellbare Handgriffe sind immer vorhanden und auch notwendig, denn auch in der Wohnung sollte die Höhe der Griffe den Bedürfnissen des Nutzers angepaßt werden können. Das ist allerdings von Hause aus bei fast allen Rollatoren so, ebenso verfügen sie auch über eine Bremse.

Rollator mit 3 Räder

Dreiradrollator für die Wohnung

Eine Beleuchtung ist natürlich nicht notwendig, eine Ankipphilfe eher auch nicht. Und ein Sitz? Braucht man den bei einem Rollator für die Wohnung?

Die Meiningen dazu gehen auseinander: der eine sagt:“Natürlich nicht, in der Wohnung gibt es genügend Sitzgelegenheiten, und auch auf den Balkon kann man einen Stuhl stellen und sich darauf setzen.“.

Das stimmt! Deshalb nutzen viele Senioren in der Wohnung einen Rollator mit nur drei Rädern: Die sind besonders wendig, haben aber selten einen Sitz oder anderes Zubehör. Allerdings sind sie durch die hintere Achse mit den zwei Rädern wesentlich breiter als Rollatoren mit 4 Räder.

Und es gibt auch Gründe, sogar in der Wohnung einen Rollator mit Sitz zu nutzen. Das kann in einer kleinen Küche sein, wenn man zum Essen machen keinen Stuhl mehr hinein bekommt. Eine weitere Notwendigkeit kann im Badezimmer sein: Es gibt viele ältere Menschen, die ihre Körperpflege noch möglichst selbst bewerkstelligen. Weil die Badewanne ein unüberwindbares Hindernis geworden ist, bevorzugen sie eine ebenerdige Duschkabine. Und hier ist es so, daß sie eben nicht solange stehen können, wie sie Duschen möchten. Also wird der Rollator mit Sitz (natürlich alles wasserfest, kein Stoffsitz) mit in die Dusche genommen und eben sitzend geduscht.

schmaler Rollator

Besonders in engen Wohnungen stellt man oft fest, daß viele Rollatoren zu breit und unbeweglich sind. Gerade die Modelle, die man ohne Zuzahlung von seiner Krankenkasse erhält, erweisen sich oft als viel zu störrisch und schwer. Ein leichter, schmaler Rollator für die Wohnung ist da schon wesentlich besser zu handhaben.

Ein schmaler Rollator für die Wohnung

Eine Gehhilfe, die überwiegend oder sogar ausschließlich in Innenräumen benutzt wird, kann auf das meiste Zubehör verzichten. Einen Stockhalter werden Sie wohl ebenso wenig benötigen wie einen Halter für einen Sonnenschirm, eine Einkaufstasche oder eine gut funktionierende Beleuchtung. Das alles hilft schon einmal, Gewicht am Rollator zu sparen.

Zusätzlich gilt: Je weniger an einem Rollator dran ist, desto preisgünstiger ist er auch in den meisten Fällen verglichen mit einem Rollator für draußen. Allerdings sollten auch beim Indoor – Rollator wichtige Sicherheitsdetails vorhanden sein.

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