Der Klassiker unter den Rollatoren ist mit Sicherheit jener mit vier Rädern. Ganz egal, welches Design oder Bauart zur Verwendung kommt: Das ursprüngliche Modell ist die unangefochtene Nummer eins. Ein höchstes Ausmaß an Sicherheit sowie Stabilität zeichnen diesen Rollator-Typus aus. Gerade solche Kriterien sind ausschlaggebend bei der Suche und Auswahl eines verlässlichen Begleiters. Man muss sich schon sehr anstrengen, um einen stabilen Rollator mit vier Rädern umzuwerfen. Allerdings sind auch einige für die Wohnung gedachten Rollatoren inzwischen so schmal geworden, daß sie nicht mehr ganz so kippsicher sind wie die breiten für draußen.

Dreirad Rollator

In der letzten Zeit gibt es ein neues, dreirädriges Modell am Markt. Seine Form entspricht einem Delta. Daher ist auch die Bezeichnung Delta- oder Dreiradrollator gängig. Dabei ist ein Rad vorne angeordnet und zwei Räder hinten. Beim ersten Blick würde man vermuten, dass diese Variante in puncto Standsicherheit nicht mit dem Klassiker mithalten kann. Man liegt nicht komplett falsch mit dieser Vermutung. Sollte ein Deltarollator auf unwegsamem Gelände zum Einsatz kommen, wäre er ganz klar im Nachteil. Die Kippsicherheit kann dann nicht mehr gewährleistet werden.

Doch beim Fortbewegen auf ebenem Boden fällt dieses Kriterium weg. Dann zeigt er Standfestigkeit und kann mit dem vierrädrigen Modell mithalten. Sollte der Benützer jedoch Probleme mit dem Gleichgewicht haben, ist von dieser Ausführung eher abzuraten. Vier Räder geben dann den besseren Halt, speziell beim Aufstehen oder Hinsetzen.

Daheim unterwegs mit dem Dreirad

Im Haus gibt es ohne Weiteres Vorteile beim Dreirad Rollator. Viele Benutzer schätzen ihn dann als perfekten Begleiter. Er zeichnet sich hier als sehr handlich und wendig aus. In einer kleineren Wohnung kommt er ideal zum Einsatz, vorausgesetzt man verfügt über Türen in einer Standardbreite. Denn sehr schmal ist ein Dreirad – Rollator durch die lange hintere Achse insgesamt nicht.

Manche Modelle bieten ein Tablett an, entweder als Grundausstattung oder als Extra. Damit können einfach und praktisch Mahlzeiten oder Getränke abgestellt werden. Die Handgriffe sind oft ergonomisch platziert. Des Weiteren findet man eine Höhenverstellbarkeit und gut bedienbare Bremsen. Einem Einsatz im Wohnzimmer steht also nichts mehr im Wege.

Der Reiserollator

Durch seine Bauart kann der Dreiradrollator eine leichte Lenkung aufweisen. Sein geringes Gewicht prädestiniert ihn für ein rasches und platzsparendes Zusammenfalten. Das ist sein größter Vorteil, wenn er auf Reisen mitgenommen werden soll. Dabei kann er in allen Kofferräumen untergebracht werden. Ein Delta sollte im Urlaub auf jeden Fall nur dann zum Einsatz kommen, wenn voraussichtlich ein ebener Untergrund vorhanden ist.

Der Preis als Kriterium

Hier liegt ein dreirädriges Modell ganz klar vorne. Im Normalfall kann es schon unter 100 Euro erstanden werden. Die Ausführungen mit vier Rädern sind in einer deutlich höheren Preisklasse angesiedelt. Ausnahmen sind die Rollatoren, die eigens für den Innenraum hergestellt werden. Hier wird in der Regel dünnes, leichtes Material verwendet, Zubehör ist kaum notwendig. zusätzlich werden sie oft in größeren Serien hergestellt, was den Preis nach unten drückt.

Wer allerdings ordentlich Gewicht auf die Waage bringt, wird um einen XXL – Rollator für schwere Menschen nicht herumkommen. Hier ist alles extra stabil und schwer, besonders Achsen und Gelenke brauchen eine hohe Belastbarkeit. Solche Rollatoren können schnell einige hundert Euro kosten, wie man hier sehen kann. Allerdings sind sie dann auch besonders langlebig, trotz der hohen Belastung

Der Outdoorrollator

Mit dem Rollator wandernDabei handelt es sich um Modelle, die speziell für den Außenbereich geeignet sind. Wer sich viel an der frischen Luft bewegen will, sollte sich für ein solches Gefährt entscheiden. Sie werden auch als Walker bezeichnet, und man findet sie hauptsächlich mit vier Rädern. Damit ist ein Waldspaziergang relativ leicht möglich. Gerade in diesem Umfeld kommt es auf verlässliche Stabilität bei unebenem Untergrund an. Ein Kopfsteinpflaster oder Kieswege stellen für sie kein Hindernis dar. Rostfreies Material bildet hier die Basis.

Wer sich öfter außerhalb der Wohnung mit dem Rollator bewegt, sollte aber auf ein taugliches Modell achten. Der leichte, schmale Wohnungsrollator hat ja auch vier Räder, ist aber nur bedingt geeignet. Besser sind breite, schwerere Modelle mit großen Rädern, damit man sicher geradeaus laufen kann und nicht an jeder Unebenheit stecken bleibt.

Ob die Wahl auf eine drei- oder vierrädrige Gehhilfe fällt, hängt also von vielen Faktoren ab. Die Sicherheit und Stabilität wird jedoch im Fokus stehen. Wenn es um das Design und die Farbauswahl geht, sind viele Optionen möglich. Hier wird letztendlich der persönliche Geschmack entscheiden.

Wozu soll ein schmaler Rollator gut sein?

Ich möchte ihnen die Vorzüge eines schmalen Rollators erklären und wo sie ihn einsetzen können.

Ein schmaler Rollator ist für den Indoor Gebrauch, also für Zuhause, einfach ideal.

Wenn die Türen schmal sind und der Flur auch sehr eng ist, dann ist ein schmaler Rollator gefragt. Und wenn ein schmaler Rollator auch über ein Tablett und einen Tragekorb verfügt, kann man auch sein Lieblingsbuch oder seine Mahlzeit bequem transportieren.

Die Hände sicher am Rollator und das Sturzrisiko minimiert sich erheblich.

Für den Außenbereich sind diese Rollatoren jedoch nicht geeignet. Dafür gibt es eigene Modelle, welche mit den unterschiedlichsten Unebenheiten viel besser zurecht kommen. Ein Indoor Rollator fördert im Außenbereich sogar das Sturzrisiko.

Der Indoor Rollator Lets Go.

 Indoor-Rollator Lets go [Misc.] von Drive Medical GmbH & Co. KG

Indoor-Rollator Lets go von Drive Medical GmbH & Co. KG Bildquelle: Amazon*


Ich möchte ihnen einen sehr schmalen Rollator und damit einen perfekten Indoor Rollator vorstellen. Den Lets Go Rollator.

Das erste, was einem beim Lets Go auffällt, ist der Bremsbügel. Outdoor Rollatoren haben im Normalfall zwei Bremsgriffe, der schale Rollator hat jedoch einen Bremsbügel. Damit eignet er sich hervorragend für Menschen, welche nur noch eine Hand benutzen können. Zum Beispiel Schlaganfall Patienten. Die Bremsleistung ist vollkommen ausreichend. Lobenswert ist, dass es keine lästigen Bremsleitungen gibt, wo man hängen bleiben kann.

Ein schmaler Rollator wird an seiner Breite gemessen. Der Lets Go misst an seiner breitesten Stelle nur 54 cm. Damit ist er wahrlich ein sehr schmaler Rollator und für den Innenbereich geschaffen.

Schmaler Rollator

Ein schmaler Rollator für die Wohnung muß nun nicht unbedingt immer zum Zusammenklappen sein. Meistens begleitet er uns ja auf allen Wegen, soll ständig einsatzbereit sein und nicht erst umständlich hervorgekramt werden. Bei einem Faltbarem Rollator gibt es zwei Möglichkeiten, um ihn zusammenzuklappen: längst oder quer.

Bei einem Outdoor Rollator ist ein Längsfalter einem Querfalter auf alle Fälle zu bevorzugen. Aufgrund der Standfestigkeit und des Platzgewinns beim zusammen falten.

Bei einem Indoor Rollator ist dieser Aspekt zu vernachlässigen. Und der Lets Go bleibt auch im gefalteten Zustand sicher stehen.

Muss ein schmaler Rollator auch leicht sein?

Die Hersteller des Lets Go sind sich wahrscheinlich nicht einig geworden bei dieser Frage. Mit einem Gewicht von knapp 7 Kilo (inklusive Korb und Tablett) ist der Rollator wahrlich kein Schwergewicht. Aber es gibt schon Outdoor Rollatoren, welche genauso viel wiegen. Auf der anderen Seite werden Rollatoren so leicht hergestellt, daß sie nur noch um die 5 Kilo auf die Waage bringen.

Ich denke mir, wenn der Rollator nur in der Wohnung genutzt wird (und das ist bei schmalen Rollatoren fast immer der Fall), sollte man nicht auf jedes Gramm achten. Er muß ja selten einmal angehoben werden, hier würde ich auf eine gute Stabilität mehr Wert legen.

Rollator in einer edlen Optik

Dass ein schmaler Rollator auch sehr schick sein darf, beweist der Lets Go eindrucksvoll.

Er ist mit Kunststoff mit einer Holzoptik versehen. Ergänzt wird das Design mit Aluminiumglanz. Das verleiht dem Lets Go eine elegante Note. Wobei zu beachten ist, ob die Buchenoptik mit der jeweiligen Inneneinrichtung harmoniert oder sich beißt.

Fazit schmaler Rollator

Ein schmaler Rollator ist für den Innenbereich unumgänglich. Dabei muß er anders als die Gehhilfe für draußen möglichst wendig sein, was durch besonders kleine Räder erreicht wird. Ein Sitz kann, muß aber nicht vorhanden sein, eine Möglichkeit zum transportieren von Dingen ist dagegen ein Muß!

Faltbar oder nicht hängt davon ab, wie oft er in der Wohnung genutzt wird. Allerdings sind die zur Zeit angebotenen Rollatoren fast alle faltbar.

Der Lets Go ist für diese Verwendung geschaffen worden. Leichte Manövrierfähigkeiten und edle Optik ergänzen sich hervorragend.

Das Gewicht könnte etwas leichter sein, aber das ist schon jammern auf sehr hohem Niveau.

Erwähnenswert ist noch das Tablett, welches auf den Transportkorb aufgesetzt werden kann. Damit erweitern sich die Transportmöglichkeiten im Wohnbereich sehr, vor allem als Ablagemöglichkeit neben der Sitzgelegenheit ist es gut geeignet. So sind Brille, Telefon und Zeitung immer schnell und leicht erreichbar.

Mit einer Korbzuladung von max. 3 Kilo kommt man im Indoor Bereich locker aus. Die maximale Belastbarkeit von 100 Kilo fällt hingegen etwas mager aus, was aber in der Wohnung selbst eigentlich keine große Rolle spielt. Denn einen Sitz braucht er nicht, und die meisten Menschen, die den Rollator im Innenraum verwenden, werden diese Belastbarkeit kaum ausnutzen. Falls doch, sollten Sie sich nach einem XXL – Rollator für schwere Menschen umsehen. Diese sind dann allerdings schon aus Gründen der Stabilität nicht mehr schmal.

Angaben des Anbieters

  • Länge (gesamt): 63 cm, Breite (gesamt): 54 cm
  • Gewicht ohne Korb und Tablett: 6,5 kg
  • Höhe des Handgriffs verstellbar von 83 – 94
  • Max. Belastbarkeit: 100 kg, Zuladung Tablett: max. 5 kg, Zuladung Korb: max. 3 kg

Lets go – Rollator für die Wohnung



Indoor-Rollator Lets go [Misc.]

Preis: 147,55 €

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Weitere leichte und schmale Rollatoren für die Wohnung

Die Preise der Rollatoren sind in den letzten Jahren gefallen, obwohl sie vom Material her immer besser wurden. Das liegt in erster Linie wohl daran, daß sich der Bedarf erhöht hat. Und Sie wissen ja: Je mehr von einer bestimmten Ware produziert wird, desto geringer kann man den Preis kalkulieren. Das bringt immer noch ordentliche Gewinne beim Hersteller, aber eben auch freundliche Verkaufspreise.

Rollator Preise

Trendmobil Leichtgewichtrollator LR 56 nur 6,7 kg Rollator inkl. Korb und Stockhalterung - Pannensichere PU Bereifung

Einfacher, preisgünstiger Rollator für viele Zwecke Bildquelle: Amazon*


Nun gilt das aber bei weitem nicht für jeden Rollator. Während es anfangs nur eine kleine Menge gab, die sich zudem auch sehr stark ähnelten, hat sich der Markt angepaßt. Heute gibt es zwar immer noch einen „Standardrollator“, aber eben sehr viele spezialisierte Modelle, die sich an eine weitaus geringere Kundschaft wenden. Oft sind diese Modelle auch mit viel mehr Aufwand zu produzieren, dem entsprechend sind sie auch teurer im Verkauf.

Einen normalen Rollator, der für viele Fälle genutzt werden kann, werden Sie vielleicht schon um die 50 Euro finden. Daneben gibt es spezielle Rollatoren für die Wohnung, die besonders leicht und schmal sein sollen (daher auch hochwertiges, leichtes Material wie zum Beispiel Carbon), und aufwändig herzustellende XXL – Rollatoren für besonders schwere Menschen. Da fangen dann die Preise oft bei über 300 Euro an – schlecht für den, der auf ein solches Modell angewiesen ist.

Aber wahrscheinlich gibt es wohl nicht genügend solcher Menschen, daß sich die Herstellung eines XXL – Rollators in großer Menge lohnen würde. Viele weichen dann wohl eher auf einen Rollstuhl oder Scooter aus, denn wenn auch ein Rollator eine sehr große Hilfe beim Gehen ist, nutzt den schweren Menschen solche Gehhilfe nichts, wenn sie sich aus Kraftmangel kaum noch auf den eigenen Beinen halten können.

Die Rollator-Ausstattung

Die Ausstattung des Rollators wirkt sich meiner Meinung nach eher weniger auf den Preis aus. Denn grundsätzlich sind fast alle Rollatoren ähnlich ausgestattet:

  1. Ohne Bremse geht gar nichts, deshalb sind sie an jedem Rollator vorhanden. Natürlich in unterschiedlicher Qualität: Bei billigen Modellen können Sie natürlich keine hydraulische Scheibenbremse erwarten. (Etwas Spaß: Auch bei den teuersten habe ich das noch nicht gesehen).
  2. Ein Sitz beim Rollator ist eine sehr praktische Sache, wenn man viel mit seiner Gehhilfe außerhalb der Wohnung unterwegs ist. Im Innern braucht man ihn seltener und kann vielleicht sogar darauf verzichten. Sitze sind meistens aus Kunststoff oder Stoff, aber das wirkt sich nicht wirklich auf den Preis aus.
  3. Die Räder sind vielleicht schon eher solch eine Ausstattung. Ihnen wird ja sehr viel abverlangt, und entsprechend robust müssen sie dann auch sein. Einfache Plasteräder sind natürlich billiger als solche mit einer rutschsicheren Lauffläche aus Gummi, und allgemein kann man sagen, daß die Räder für einen im freien eingesetzten Rollator wesentlich stabiler sein müssen als in einem Wohnungsrollator. Hier müssen sie auch den Einkauf tragen, über schlechte Gehwege rollen und auch noch das Gewicht des Menschen aushalten, der sich unterwegs eine Pause gönnen muß. Die Räder sind meiner Meinung nach einer der wichtigsten Teile beim Rollator: Hier sollten Sie auf keinen Fall zu sparsam sein.
  4. Einkaufskorb oder Tasche: Nur bei den ganz billigen wirkt sich das auf den Preis aus, und dem entsprechend lange halten sie auch. Wer viel unterwegs ist und den Korb oder (besser) die verschleißbare Tasche nutzt, der sollte natürlich auf Haltbarkeit achten. Und auch auf das angegebene Gewicht, daß diese Transportmöglichkeit verträgt: Oft sind es nur 5 Kilo, und das ist nun wirklich nicht viel!
XXL Rollator von Dietz

Typischer XXL – Roollator für schwere Personnen bis 200 Kilo

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Sie merken schon, sehr viel können Sie nicht sparen, wenn Sie sich die Ausrüstung des Rollators ansehen. Und oftmals kann man nicht einmal sparen, wenn der Rollator für einen bestimmten Einsatzzweck angeschafft werden soll. Den XXL – Rollator für schwere Menschen erwähnte ich schon, aber auch ein Rollator für die Wohnung stellt Ansprüche, die man nicht ignorieren kann (Gewicht, Wendigkeit, Breite). Bei letzteren ist die Preislage aber entspannt geworden, denn sie werden in immer größerer Menge gekauft. Das liegt sicherlich ein wenig daran, daß viele Senioren nicht mehr oft die Wohnung verlassen, aber auch daran, daß sich so manch einer einen zweiten Rollator zugelegt hat.

Einen richtig robusten für den täglichen Gebrauch außerhalb der Wohnung, und einen  kleinen, schmalen, leichten für die Wohnung g oder zum Mitnehmen im Kofferraum eines Autos. Auch bei Busreisen kann man  ja einen Rollator mitnehmen, und genau hier empfiehlt sich auch ein kleines, leichtes Modell.

Wenn das Geld eher knapp ist, Sie aber auf die Eigenschaften eines teuren Rollators angewiesen sind, bleibt noch die Möglichkeit, einen gebrauchten Rollator zu erwerben. Das kann finanziell große Vorteile bringen, hat aber auch ein Risiko: Sie wissen schließlich nicht, wer vor Ihnen schon mit dieser Gehhilfe unterwegs war. Hatte er eventuell eine ansteckende Krankheit?

Ein weiterer Punkt, der aber von einem technisch versierten Menschen als Risiko ausgeschlossen werden kann, ist der Zustand des Rollators. Gerade ältere Gehhilfen sind meistens noch nicht so robust und ausgereift wie moderne Gehhilfen, und auch, wie stark der Rollator in seiner Vergangenheit belastet wurde, kann Auswirkungen auf seinen jetzigen Zustand haben.

Rollator gebraucht – die Vorteile

Rollator gebraucht

Ein gebrauchter Rollator hat Vorteile und Nachteile

Von Vorteil ist auf jeden Fall der günstige Preis. Gerade bei hochwertigen Geräten, oder spezielle Angebote kann dadurch eine Menge Geld gespart werden. Bei einfachen Modellen lohnt sich eine gebrauchte Anschaffung eher nicht: Neue Rollatoren sind schon ab 50 Euro zu bekommen, da hat man Garantie und kann sich darauf verlassen, daß es keine Fehler gibt, die durch einen vorherigen Gebrauch entstanden sind.

Wer aber einen besonders leichten Rollator, aus Titan zum Beispiel, zur Fortbewegung benötigt, der kann mit einem gebrauchtem Gerät sicherlich punkten. Auch wenn es ein Rollator sein soll, der nur für eine überschaubare Zeit gebraucht wird, kann sich das anschaffen eines gebrauchten Exemplares sicherlich rechnen.

Stark übergewichtige, schwere Personen können einen handelsüblichen einfachen Rollator schnell überfordern. Viele sind nur bis zu einer Belastungsgrenze von ca. 120 kilo ausgelegt, wer schwerer ist und vielleicht auch noch einige Einkäufe mit seinem Rollator transportieren muß, der ist dann auf einen spezielle XXL – Rollator für schwere Menschen angewiesen. Diese können bis zu 200 Kilo und teilweise auch noch höher belastet werden, sind aber besonders stabil gebaut und kosten auch das mehrfaches der einfachen Rollatoren. Hier kann sich ein gebrauchtes Exemplar durchaus lohnen.

Gebrauchter Rollator – Nachteile

Die Nachteile hatte ich schon kurz erwähnt. Das technische kann man checken, ein vernünftig gehandhabter Rollator wird sicherlich keine großen Schwächen aufzeigen. Prüfen Sie die Leichtgängigkeit der Räder, den Mechanismus zum Zusammenklappen und vor allem die Bremsen. Wenn die Feststellbremse am Rollator oft genutzt wurde, sind meisten die Bremsbeläge und die Seilzüge am Ende. Die sollten auf jeden Fall erneuert werden, denn schlechte Bremsen bedeuten beim Rollator (genau so wie bei allen anderen Fahrzeugen) eine hohe Unfallgefahr!

Für mich wäre aber der ausschlaggebende Punkt die Herkunft der Gehhilfe. Wenn ich den Vorbesitzer gut kenne, weiß, ,daß er sorgfältig mit dem Rollator umgegangen ist, dann hätte ich keine Bedenken. Anders, wenn ich einen gebrauchten Rollator von einem völlig Fremden, vielleicht sogar noch von einer Anzeige im Internet mit Postversand kaufen wollte: Hier wäre ich sehr skeptisch und würde persönlich die Finger davon lassen. Denn man weiß nie, was man sich eventuell für Keime und Bakterien ins Haus holt, wenn man die Vergangenheit nicht kennt.

Es gibt einige Sanitätshäuser, die gebrauchte Rollatoren anbieten. Hier könnte man sich einmal umsehen, denn ich gehe mal davon aus, daß seriöse Geschäfte ebenfalls um die Geschichte des Vorbesitzers wissen und das Fahrzeug ordentlich desinfiziert haben. Aber dafür müßte man schon ein gewisses Vertrauen zu diesem Anbieter haben, dann sollte dem Kauf eines gebrauchten Rollators nichts im Wege stehen.

In der Wohnung sollte ein Rollator möglichst schmal und wendig sein und kleine Räder besitzen. Große Räder sind sehr gut, wenn viel geradeaus gefahren wird und der Weg einige Schlaglöcher oder Fugen hat. Das ist in der Wohnung eher selten der Fall.

Rollator Wohnung: Schmal und wendig

Mit kleinen Rädern erhöht sich die Wendigkeit der Gehhilfe, dadurch wird er wendiger und leichter. Gerade aus geht sowieso eher seltener in der Wohnung, dafür viel um Ecken herum und zwischen den Möbeln entlang. Wer jetzt einen Universal – Rollator benutzt, der als Gehhilfe für die Straße konzipiert worden ist, der wird in der Wohnung einige Mühe haben, mit seiner Gehhilfe zu rangieren.

Die meisten Wohnungen sind nicht sehr groß, und außerdem noch möbliert, so daß zum Gehen nicht jede Menge Platz zur Verfügung steht. Da ist ein möglichst schmaler Rollator von Vorteil, um die täglichen Wege zu meistern.

Kleine Räder am Rollator

Rollator Räder

In der Wohnung sind kleine Räder oft besser

Neben der möglichst geringen Breite spielen aber auch die Räder eine Rolle. Um so kleiner, um so besser kommt man damit um die Ecken herum. Es gibt zwar immer noch einige Wohnungen, wo jede Tür eine Türschwelle hat: hier sind die größeren Räder vielleicht im Vorteil. Doch das sind Ausnahmen.

Und selbst da sind kleinere Räder eigentlich besser, weil man den Rollator viel leichter vorne abkippen kann, um diese Schwellen zu überwinden.

Viele Räder an Rollatoren sind heute bereift. Zwar nicht unbedingt mit einem luftgefüllten Reifen, wie man es von Kraftfahrzeugen kennt, sondern eher mit einem Vollgummireifen.

Das ist aber in der Wohnung nicht unbedingt notwendig. Hier reichen meisten die kleinen Räder aus Kunststoff völlig aus.

Dazu kommt noch, daß kleinere Räder natürlich nicht so viel wiegen wie größere. Das senkt das Gewicht des Rollators, und gerade in der Wohnung kommt es darauf an, daß ein Rollator möglichst leicht ist.